Loriot ist von uns gegangen

Leben

Loriot verstarb am 22. August 2011 am Starnberger See. Wer war dieser Mann, dessen Namen jeder kennt? Er gilt als einer der größten deutschen Komiker der Neuzeit. Sein richtiger Name lautet Bernhard-Viktor von Bülow. Der Künstlername Loriot hatte seinen Ursprung im Wappentier seiner Familie. Dabei handelt es sich nämlich um einen Pirol, der in Frankreich als Loriot bezeichnet wird. Er besuchte das Gymnasium in Berlin und wechselte nach Stuttgart, wo er 1941 sein Abitur bestand. Anschließend studierte er an der Kunstakademie in Hamburg. Er hatte eine Begabung für Kunst und Literatur, die er dort ausleben konnte. Dies geschah in den Jahren 1947 bis 1949. Im darauffolgenden Jahr arbeitete er als Karikaturist und verdiente sich so sein Geld. Dies übte er in freiberuflicher Tätigkeit aus und konnte sich schon damals Aufträge von Zeitschriften wie dem Stern sichern. Im Jahr 1953 machte er seinen nächsten Karriereschritt und bot seine Zeichnungen auch in Büchern an. Dabei sticht besonders ein Figur hervor, die einen durchschnittlichen Otto Normalverbraucher darstellen soll. Dieser konnte mit Schlafsofas oder ähnlichen bequemen Sitzmöglichkeiten herzlich wenig anfangen und war gerne einmal tollpatschig. Zudem zeichnete er den Fernsehhund Wum für die Aktion Sorgenkind. Seine Sketchpartnerin ist Evelyn Hamann, mit der er jedoch in seinen letzten Lebensjahren nicht mehr häufig aufgetreten ist. Sein Gesundheitszustand war kritisch und der 22. August 2011 war sein letzter Lebenstag. Bis zu seinem Ende führte er Sketche auf. Doch er stand nicht mehr auf der Bühne, sondern las den Text als Sprecher vor.


Werk

Die berühmtesten Werke von Loriot sind die Kinofilme Pappa ante portas und Odi-pt/ss/, für die er zahlreiche Preise erhielt. Dazu zählt die Goldene Kamera. Seine Karikaturen sind bei Fans sehr beliebt und erfreuen sich heute noch großer Bekanntheit.
Seine Werke haben meistens den gleichen Hintergrund, nämlich den Alltag. Dieser wird in allen möglichen Formen dargestellt und veralbert. Eine Hausfrau weiß wenig mit einem Text anzufangen oder versteht die Anweisungen auf dem Bügeleisen nicht. Das wäre typischer Humor des Meisters, der von zwischenmenschlichen Kommunikationsstörungen lebt. Es wird ein Bild gezeigt, das im Text durch die Legende verspottet wird. Loriot schuf zahlreiche Karikaturen, die er teilweise in mehreren Büchern präsentiert. Er hat über 20 Bücher verfasst, die alle im Handel erhältlich sind. Ganze Regale könnten seine Bücher füllen. Sein erstes Werk war "Reinhold das Nashorn." im Jahr 1954, während er sein letztes 2006 verfasste, das den Titel "Gesammelte Prosa" trägt. Zu Lebzeiten war er sehr produktiv und spiegelte den typischen deutschen Humor wieder.

Vermächtnis

Wer den Namen Loriot hört, denkt an eine deutsche Legende. In Sachen Humor kann ihm keiner was vormachen und Fans beherrschen seine Sketche bis ins kleinste Detail. Richtig schöne bequeme Sofas oder Ecksofas voller Fans würden sofort als Statisten zur Verfügung stehen, wenn sie ihr Idol noch einmal sehen könnten.
Doch das ist leider nicht mehr möglich, denn Loriot ist tot. Sein Humor wird unvergessen bleiben, denn dieser spiegelt unseren Alltag wieder. Begünstigt wurden seine Karikaturen von der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands. Nach dem zweiten Weltkrieg war alles zerstört und die Menschen hatten nichts. Doch dann setzte der Aufschwung durch das Wirtschaftswunder ein und die Deutschen konnten sich wieder tolle Dinge leisten. Damals war ein Fernseher ein extrem kompliziertes Gerät, die Menschen kamen mit der Welt nicht klar. Der Massenkonsum schaffte Probleme, die es zuvor nicht gegeben hatte. Denn es kamen fast schon jährlich neue Erfindungen hinzu und die Lebensqualität stieg an. Das Auto gilt als Sinnbild dieser Zeit.
Genau daran konnte Loriot anknüpfen und seinen Humor entwickeln. Hausfrauen verstehen Anweisungen nicht und können Worte nicht lesen. Von solchen Alltagsszenen waren die Witze des Meisters geprägt und das macht sie auch unvergesslich. Denn der Alltag lebt in jedem von uns.